Jetzt über 40 Familien im Web-FontFont-Simulator

Starkes Corporate Design – leider nur in der Simulation: die Website des Nachrichtenkanals N24 in der Hausschrift FF Fago, probeweise ersetzt im FontFont-Simulator

Vor rund einem Jahr habe ich im Fontblog erstmals auf unseren Webfont-Simulator hingewiesen: Webfont-Sandkasten FontFonter. Er funktioniert denkbar einfach: Unter der Internet-Adresse fontfonter.com kann man das typografische Erscheinungsbild beliebiger Websites* neu komponieren, indem man deren Sans- oder Serif-Schrften durch entsprechende Web-FontFonts austauscht. In den letzten 12 Monaten wurde FontFonter mehrfach erweitert, so dass inzwischen über 40 der beliebtesten FontFont-Familien zu Auswahl stehen, was bei jeweils 4 Schnitten (Regular, Bold, Bold, Italic) fast 200 Webfonts ergibt. Neben den Klassikern wie FF DIN Web gehören seit wenigen Stunden auch jüngere Schriften wie FF Basic Gothic WebFF More WebFF Spinoza Web und FF Duper Web zum Angebot.

Die Simulation lässt sich denkbar einfach durchführen: Man geht zu FontFonter.com, gibt die URL der umzubauenden Site ein und klickt auf FontFont IT! Man kann entweder alle verwendeten Schriftklassen durch eine einzige FontFont-Familie ersetzen, oder raffiniert getrennt nach Serif und Sans.

* FontFonter verarbeitet fast alle Websites, außer sichere URLs [https] sowie Sites mit kritischen Javascripts oder unbestechlicher Cookie-Politik.

Es ist schon erstaunlich, wie viele Websites großer Marken noch keine Web-FontFonts einsetzen – zum Beispiel der Nachrichtensender N24 (siehe Aufmacherabbildung). Auch Yello Strom könnte Gigabytes von Web-traffic pro Jahr einsparen, wenn deren Designer die (eigentlich vorzügliche und konsequente) Web-Typografie mit Fonts statt mit statischen und animierten Grafiken realisieren würden:

Yello Strom, Hausschrift FF DIN

UPS, ein Unternehmen, das weltweit mit einem millionenschweren Corporate Design auf den Straßen und in der Luft unterwegs ist, überlässt den typografischen Auftritt im Internet mehr oder weniger dem Zufall: siehe die Original-Website von UPS. Mit der FF Dax Web, eingebaut im FontFonter, kommt das Transportunternehmen seiner Corporate Typography bedeutend näher, wie alleine die Navigation im FontFonter zeigt:

UPS, als Hausschrift ist eine modifizierte FF Dax im Einsatz

Kabel Deutschland war das erste Großunternehmen, das die 2003 erschienene FF Unit von Erik Spiekermann als Hausschrift einführte (Agentur: Factor Design). Leider ist der Netzbetreiber im Internet nicht so schnell wie mit seinen Drucksachen. Die FF Unit Web gibt es seit über einem Jahr, in den HTML-Texten der Kabel-Deutschland-Website sucht man sie jedoch vergebens. Allein der FontFonter simuliert, wie es aussehen könnte … noch einmal am Beispiel der Navigationsleiste:

Kabel Deutschland, Hausschrift ist eine leicht modifizierte FF Unit

Das Berliner Technologieunternehmen AVM ist nicht nur bekannt für seine Fritz!-Box, sondern auch für den konsequenten Einsatz der Schriftfamilie FF Meta in seiner Werbung. Nachdem nun mit Safari auch der letzte große Browser das Webfont-Format .woff unterstützt (auf das FontFont seit seinem Erscheinen konsequent setzt), könnte die AVM-Website nachgebessert werden. Im FontFonter sieht die Navigation mit FF Meta so aus:

AVM, Hausschrift ist FF  Meta

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